10.12.2014

Sechsstreifiger Ausbau der A 7 in SH und HH


SH  A 7  Bordesholm - LGR

Sechsstreifiger Ausbau der A 7 in SH und HH

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat zusammen mit Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer und Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch am 29.09.2014 den Startschuss für das ÖPP Projekt A 7 gegeben.

Die A 7 zwischen dem Bordesholmer Dreieck südlich von Kiel und dem Autobahndreieck Hamburg Nordwest in Hamburg  soll auf ca. 65 km sechs- bzw.achtstreifig ausgebaut werden. Die Realisierung wird als ÖPP-Projekt im Rahmen eines so genannten Verfügbarkeitsmodells erfolgen, Mit der Planung und auch der Durchführung der Konzessionsvergabe wurde die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und –bau Gesellschaft (DEGES) von den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein beauftragt. Seit Mitte 2014 sind die 6 Planfeststellungsbeschlüsse rechtskräftig. Besonders erwähnenswert ist in diesem Projekt der bei Schnelsen vorgesehene 550 m lange Lärmschutztunnel. Seit Mitte 2014 ist auch das Baukonsortium „Via Solutions Nord“  bestimmt.

Mehrere Ausgleichsmaßnahmen sind inzwischen vorgezogen worden, wie Laubgehölzbepflanzungen als Ersatzquartiere für Haselmausvorkommen, die in abzutragenden Autobahnböschungen entdeckt wurden. Auch ein Blendschutzwall zur Einbindung einer geplanten Grünbrücke  wurde bereits errichtet, Diese Brücke über die A 7 soll vor allem Rotwild eine sichere Querung der Autobahn ermöglichen.

Die eigentlichen Bauarbeiten, u.a. auch Errichtung bzw. Umbau von fast 70 Brücken, sollen im Frühjahr 2015 beginnen und Ende 2018 abgeschlossen werden. Um trotz der erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen die Belastungen für die Verkehrteilnehmer  so gering wie möglich zu halten, sind auf mehreren Informationsveranstaltungen der Landesregierung mit Kommunen, Verbänden, Firmen und der Logistik-Initiative SH die vorgesehen Abläufe vorgestellt und diskutiert worden. Beide Länder haben einen gemeinsamen Koordinator benannt, der frühzeitig Konflikte identifizieren und lösen soll. In erster Linie müssen durch ein gutes Baustellenmanagement Behinderungen minimiert werden. Aber auch Transparenz ist gefragt. So wird zzt. unter Federführung von Hamburg eine App für den Ausbau der A7 entwickelt, mit dem Ziel, allen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig vor einer Fahrt die Möglichkeit zu geben, sich rasch einen Überblick über Baustellensituation und Verkehrslage sowie Alternativstrecken und Umfahrungen zu verschaffen. 

Dipl.-Ing. Klaus Hense

GSV-Landesbeauftragter

 

29.09.2014