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14.08.2017

Freudentränen beim Spatenstich zur Südumgehung Pirna


ergossen sich an diesem Freudentag Anfang August über die Bürgerinnen und Bürger von Pirna, denn ein leichter Regen umrahmte die Veranstaltung. Nach der Begrüßung durch Dirk Brandenburger, dem Technischen Geschäftsführer der mit der Planung beauftragten DEGES, vollzog Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig  mit weiteren Ehrengästen, darunter auch die Sprecher der BI "pro Sächsische Schweiz - Südumfahrung Pirna jetzt  ", Klaus Leroff und Peter Liebers, den symbolischen Spatenstich für das rund 97 Mio € teuere und 3.8 km lange Neubauvorhaben. Es soll  2022 dem Verkehr übergeben werden.

Im Frühherbst 2011 hatte sich mit Unterstützung der GSV e.V. die Bürgerinitiative für den Bau der Südumfahrung Pirna im Zuge der B 172 gegründet und seitdem immer wieder auf die Notwendigkeit einer nachhaltigen Verkehrsentlastung für die Stadt hingewiesen. Aber auch die Anbindung der Region östlich von Pirna an die A 17 und damit eine verkehrswirksame Erschließung des Raumes war der BI ein Anliegen, das gegenüber den Verkehrspolitikern des Bundes und des Freistaates hartnäckig vertreten wurde. Nicht nur über 13.000 Unterschriften wurden gesammelt, sondern auch der damalige Bundesverkehrsminister Dr. Ramsauer musste sich bei einem Besuch in Pirna mit der hohen Verkehrsbelastung auseinandersetzen. Zudem verursachte die kurzfristige Unterbrechung des Planfeststellungsverfahrens nicht nur einige Irritationen, sondern für die BI weitere Arbeit mit dem Ziel, das Baurecht dennoch zeitnah durchzusetzen und damit die Voraussetzungen für die Bereitstellung der Finanzmittel durch den Bund zu schaffen.

2016 entschied der BMVI, die Mittel freizugeben, nachdem das Planfeststellungsverfahren ohne Klagen mit einem bestandskräftigem Beschluss Ende 2015 abgeschlossen worden war. Auch daran hatte die BI Anteil und das öffentliche Lob anlässlich des Spatenstichs für dieses Engagement erfolgte zurecht.

Das aufwendige Vorhaben, das neben fünf Brücken mit bis zu 900 m Länge auch einen über 300 m langen Tunnel, zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen und zwei Fledermausdurchlässe erfordert, wird, unter Verantwortung der DEGES, die Bürgerinnen und Bürger nachhaltig von Staus, Lärm und Abgasen entlasten und der Stadt die Möglichkeit geben, die innerstädtische Entwicklung neu voranzubringen, zum Nutzen der Anlieger und Aller, die in und um Pirna leben und wohnen.