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20.02.2018

Die in Planung befindliche Auricher Ortsumfahrung B 210n wurde seitens der Auricher Geschäftsstelle der Landesverkehrsbehörde mit 3D-Visualisierung vorgestellt


Am 08. November hatten zahlreiche Bürgerinnen und Bürgern von Aurich die Gelegenheit sich zum aktuellen Planungsstand und zu den weiteren Planungsschritten zu informieren.

Zu dieser Informationsveranstaltung hatte die Auricher Geschäftsstelle der Landesverkehrsbehörde eingeladen und gleichzeitig eine 3D-Visualisierung der geplanten Trasse mitgebracht.

 

Auf der Grundlage des durch den Bundestag neu beschlossenen Bundesverkehrs-wegeplanes 2030, in dem diese Baumaßnahme im vordringlichen Plan steht und um-gesetzt werden soll, erläuterte Herr Frank Buchholz, Leiter der niedersächsischen Straßenbaubehörde in Aurich gemeinsam mit dem Projektleiter Herrn Erwin Fritscher, die Kostendarstellung, den Planungsstand und die weiteren Planungsschritte. Dabei wurde auch die Wichtigkeit dieses Projektes für den Bund und das Land Niedersachsen deutlich, als der aktuelle Kauf von Grundstücken durch den Bund aufgezeigt wurde.

 

Mit Hilfe der 3D-Visualisierung konnte jeder Zuhörer detailgetreu die Straßenführung mit Brücken und Lärmschutzvorrichtungen aus verschiedensten visualisierten Blickwinkel betrachten. Das führte zur Untersetzung der vorgestellten Planungsschritte und zu einer Versachlichung der Diskussion.

Das ist in der heutigen Zeit für die straßenbauliche Planung wichtig und gleichzeitig hilfreich für diese und auch weitere Baumaßnahmen, um die verträgliche Umsetzung eines Projekts, wie die B 210n weiter zu optimieren. Dabei werden heute zutage sehr detailliert Belange des Lärm- und Umweltschutzes zu beachten sein, um die B 210n zu realisieren.

 

Zu den entgegen ersten Prognosen deutlich erhöhten Kosten sagt Herr Hinrich Tjaden, 1. Vorsitzender „Förderverein für die B 210n e. V.: „Je länger eine Entscheidungs- und Planungsphase bis zum Zeitpunkt der Umsetzung dauert, desto teurer wird ein Bau-projekt. Gründe dafür seien allgemeine Kostensteigerungen im Zeitverlauf aber auch strengere Auflagen des Gesetzgebers. „Die ursprünglich nicht berücksichtigten Fledermausbrücken sind dafür ein gutes Beispiel.“

 

Der Verein ProB210n setzt sich für eine verträgliche Umsetzung der Bundesstraße 210 neu mit einer Umgehung von Aurich und einer Autobahnanbindung für die Mitte Ostfrieslands inklusive einer Verbindung nach Georgsheil ein. Die Mitgliederstruktur der Bürgerinitiative gliedert sich in rund zwei Drittel Privatpersonen sowie ein Drittel Unternehmen und Kommunen.

 

Die Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit genutzt Fragen zu stellen und ihre Meinungen zu dem Projekt darzulegen.

 

Seit dem 13. November kann die komplexe Simulation nach Terminvereinbarung vor Ort bei der Behörde angeschaut werden.

 

Wie wichtig für Aurich diese B210n ist zeigt, daß sie nach wie vor die einzige Stadt in Ostfriesland ist, die bisher keine Umgehungsstraße und keine zügige Anbindung an das Autobahnnetz besitzt. Damit wird eine für das Stadtgebiet dringend benötigte Entlastung des zunehmenden Wirtschaftsverkehrs erreicht werden können und die dringend benötigte Entlastung der zulaufenden Straßen B 72 / B 210, mit ihren überproportionalen Verkehrszunahmen bewirkt. Für die nachgeordneten Verkehrsnetze der ländlichen Gemeinden um Aurich herum verlangen auch nach einer Entlastung. 

 

René Kühn

Verwaltungswirt (FH)

Landesbeauftragter