< B 96 Erster Spatenstich für Neubau der Ortsumgehung Neubrandenburg
18.10.2016

B 96n auf der Insel Rügen Erster Spatenstich für Nordabschnitt


Auf Rügen haben Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, Ministerpräsident Erwin Sellering und Landesinfrastrukturminister Christian Pegel am 19. Juli 2016 der Ersten Spatenstich für den Weiterbau der B 96n von der Anschlussstelle Samtens-Ost bis Bergen vorgenommen.

Sieben Monate zuvor am 8. Dezember 2015 war bereits der 13 Kilometer lange südliche Teil der dreispurigen Schnellstraße von Altefähr bis Samtens-Ost freigegeben worden.

Zur Erinnerung: 10 Jahre zuvor im Dezember  2005 erfolgte die Gesamtverkehrsfreigabe der A20 von Lübeck bis Stettin.

Für den 7 Kilometer langen Nordabschnitt sind 52 Millionen Euro an Baukosten und 3 Millionen Euro Grunderwerbskosten veranschlagt. Die Fertigstellung wird für Mitte 2019 angestrebt

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel freute sich über diesen Startschuss und hob das positive Engagement der Bürgerinitiativen vor Ort aus Rambin und Samtens hervor. Es zeige, dass es Bürgerinitiativen sich erfolgreich für die Realisierung eines Projektes einsetzt hat und es Bürgerinitiativen gäbe, die grundsätzlich gegen etwas sind.

Bundesminister Dobrindt betonte. „Mit dem Neubau der B 96n auf Rügen geben wir der Mobilität im Ostseeraum einen kräftigen Schub. Die Trasse ist der bedeutendste Rügenzubringer und damit wichtige Verkehrsachse für den Personenverkehr und Warenaustausch. Der Weiterbau wird in der Region die hohe Lebensqualität sichern, den Tourismus fördern und den Fährhafen Sassnitz/Mukran stärken.“

„Mit dem Baubeginn des letzten Abschnittes auf Rügen dieses bedeutsamen Verkehrsprojektes“, so Ministerpräsident Erwin Sellering, „machen wir einen letzten, entscheidenden Schritt für die Anbindung der Insel Rügen. Davon profitieren künftig Einwohner, Urlauber und die einheimische Wirtschaft“.

Infrastrukturminister Christian Pegel erwartet durch die Fertigstellung der B 96n eine deutliche Entlastung für die Verkehrsteilnehmer: insbesondere in den Sommermonaten mit den zahlreichen Stauerscheinungen. Zugleich wird die B 96n die Zufahrt zum Hafen Sassnitz-Mukran deutlich verbessern, vor allem zeitlich planbarer machen, was den Wirtschafts- und Industriestandort Port Mukran deutlich stärken wird.

Der Nordabschnitt wird, wie der bereits fertig hergestellte Südabschnitt auf Rügen, als einbahnige, zweispurige Kraftfahrstraße plus Zusatzfahrstreifen mit wechselseitig angeordneter Überholmöglichkeit ausgeführt.

Fünf Brückenbauwerke, darunter eine Grün-und Wildbrücke in Holzbauweise, fünf Regenrückhaltebecken und die Anschlussstelle Bergen mit der Beseitigung des starkfrequentierten, schienengleichen Bahnüberganges im Zuge der B 196 erstellt.

Im direkten Anschluss ist der Bau der südlichen Ortsumgehung Bergen im Zuge der B 196 vorgesehen.

Von: Volker Kock