< Krölpa: Aktionsbündnis B 281 reaktiviert.
21.09.2015

"In Erfurt wird unsere Region vernachlässigt und die B 281 bleibt auf der Strecke".


Mit dieser Einschätzung der Lage waren sich die rund 35 Teilnehmer einer Diskussionsveranstaltung  am 15. September in Krölpa einig, zu der die Sprecher des "Aktionsbündnisses Pro Ortsumgehung(en) B 281", Andrea Wende ( Bürgermeisterin von Unterwellenborn ) und Jonas Chudasch ( Bürgermeister von Krölpa ) eingeladen hatten.

 Neben Abgeordneten aus Bundes- und Landtag, den  Landräten aus Saalfeld und Schleiz waren  Bürgermeister, Beigeordnete, Vertreter der Wirtschaft und der betroffenen Bürger aus Rockendorf und Krölpa der Einladung gefolgt. Auch die GSV e.V., die dieses Vorhaben seit vielen Jahren begleitet, war eingeladen. Mit Unverständnis wurde die Absage der Thüringer Verkehrsministerin Birgit Keller, zur Kenntnis genommen. Von ihr hatten sich die Teilnehmer nicht nur Auskunft über den aktuellen Planungsstand und die bisher zu beklagenden vielen Verzögerungen, sondern auch über die weiteren Schritte erhofft, die die geforderten Ortsumgehungen zeitnah zum Baurecht führen sollen.

 Nach einer kurzen Darstellung von Annette Köhler, Geschäftsführerin einer Metallbaufirma, zu den seit über 10 Jahren durchgeführten Aktionen                    ( Resolutionen, Konferenzen, Schreiben usw. ) und ihrer ernüchternden Bilanz dazu, machten die Anwesenden  ihrem Unmut Luft.

In allen Diskussionsbeiträgen wurde deutlich, dass aus Sicht der Betroffenen das notwendige Engagement seitens der planenden Behörden für einen zügigen Planungsablauf der Vorhaben ( Beseitigung des Bahnübergangs Könitz, Ortsumgehungen für Rockendorf und Krölpa ) fehlt und auch die Vertreter der Wirtschaft machten erneut klar, wie zwingend diese Verkehrsertüchtigung zwischen Saalfeld und der A 9 ist. So hat z.B. das Stahlwerk Thüringen, dessen Transporte zu einem großen Teil über die B 281 laufen, mit etwa 33.000 Kfz / Jahr einen nachhaltiges Interesse an einer baldigen Verbesserung der Verkehrssituation.

Aber auch betroffene Bürger kamen zu Wort. Herr Meinhardt aus Rockendorf, der unmittelbar an der B 281 wohnt, beklagte den katastrophalen Zustand für die Anwohner, der durch den hohen Anteil des Schwerlastverkehrs ( bis 1.500 / Tag ) das Leben unerträglich macht. "Lebensqualität sieht anders aus", so Meinhardt.

Einig waren sich alle Teilnehmer darin, die Forderungen nach einer beschleunigten Weiterplanung gegenüber dem Verkehrsministerium in Erfurt mit noch mehr Nachdruck zu erheben und dabei auch die betroffenen Bürgerinnen und Bürger verstärkt einzubinden. Daran konnte auch die Information des Vertreters des Landesamtes für Bau und Verkehr nichts ändern, wonach für den Bahnübergang Könitz das BMVI jetzt den "Grobentwurf" genehmigt habe. "Wir planen und planen und planen", so Andrea Wende, "aber es geht nicht voran".

Das Aktionsbündnis sieht den Zeitpunkt als gekommen,  nachhaltig gegenzusteuern, zumal Politik, Wirtschaft und Bürger in einem Boot vereint sind und die Verkehrsertüchtigung der B 281 als gemeinsames Ziel haben.