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06.02.2015

Verlegung der B 207 südlich Lübeck komplett freigegeben


Die alte B 207 war identisch mit der historischen Salzstraße von Lübeck nach Lüneburg, sie verlief südlich von Lübeck durch die Gemeinden Groß Grünau, Groß Sarau und Pogeez. Deren Ortdurchfahrten waren erheblichen Verkehrsbelastungen ausgesetzt, die nach der Grenzöffnung 1989 und dem Bau der Ostseeautobahn A 20 enorm angestiegen waren. Durch eine westlich erfolgte Neutrassierung der B 207 entlang der Bahnstrecke von Lübeck bis Pogeez konnte der Flughafen Lübeck, der Hochschulstadtteil und die A20 zügiger angeschlossen werden, die Fahrzeiten auf der B 207 erheblich verkürzt, und die bisher mit über 20.000 Fz/Tag belasteten Ortsdurchfahrten stark entlastet werden, so dass sie inzwischen auch situationsgerecht umgebaut werden konnten.

Die insgesamt fast 11 km lange Verlegungsstrecke wurde in 2 etwa gleich lange Bauabschnitte unterteilt. Der 1. BA von Lübeck bis zur AS Lübeck-Süd an der A 20 wurde Ende 2007 freigegeben.

Der Südabschnitt bis südlich von Pogeez wurde im Mai 2008 begonnen und nun am 23.12.2014 feierlich dem Verkehr übergeben. Trotz des erwarteten Verkehrs von 20.000Fz/Tag und des hohen Schwerlastverkehrs ist nur ein zweistreifiger Querschnitt RQ 10,5 vorgesehen. In zwei Bereichen musste Bodenaustausch vorgenommen werden, insgesamt wurden 9 Brückenbauwerke und 3 Amphibiendurchlässe errichtet. Die Strecke ist fast anschlussstellenfrei, der einzige Knotenpunkt besteht an der Kreisstraße zwischen Klein und Groß Sarau.

Einige Kilometer südlich kreuzt die B 207 bei Ratzeburg die B 208. Dieser Knotenpunkt ist seit  2003 kreuzungsfrei ausgebaut worden (Harmsdorfer Kreuz) und der benachbarte Bahnübergang im Zuge der B 208 ist durch Verlegung der B 208 im August 2014 beseitigt worden.

Dipl.-Ing. Klaus Hense

GSV-Landesbeauftragter

 

2014_12_23