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11.01.2016

Lückenschluss auf der A 23 bei Itzehoe mit Fertigstellung der 2. Störbrücke


Die A 23 von Hamburg bis Heide und die weiterführende B 5 sind die großräumig wirkende Westküstenachse in Schleswig-Holstein. Bei Itzehoe bestand allerdings eine 7,5 km lange Lücke in der A 23, hier war nur ein dreistreifiger Querschnitt  mit einer abgängigen 1.160 m langen Störbrücke aus den Jahren 1965 bis 1967 vorhanden, was stets zu erheblichen Verkehrsproblemen führte. Deswegen wurde 1998 der Startschuss für den 7,5 km langen Abschnitt der A 23 mit insgesamt 9 Brückenbauwerken  gegeben. Die Störbrücke Itzehoe mit einer Gesamtlänge von ca. 1160 m ist dabei das größte Bauwerk, konzipiert wurde hierfür je Fahrtrichtung eine 120 m lange Strombrücke als Stabbogenbrücke, kombiniert mit Vorlandbrücken als Durchlaufträger.

Der Bauablauf erforderte, dass zunächst der „Ersatzneubau der Störbrücke“ (1.Störbrücke) von 2006 bis 2010 errichtet wurde, so dass im Dezember 2011 die Richtungsfahrbahn Heide freigegeben werden konnte. Sodann erfolgten der Abriss der abgängigen Störbrücke und der Neubau der 2. Störbrücke (Richtungsfahrbahn Hamburg), der nun am 24. Oktober 2015 fertig gestellt wurde. Wenn Restarbeiten im Straßenbau im Sommer 2016 abgeschlossen seien werden, dann werden sich die Gesamtkosten auf ca. 159 Mio. EUR belaufen.

Die Fertigstellung beider Störbrücken ist ein großer Meilenstein auf dem Weg des Lückeschlusses. Das weithin sichtbare Bauwerk mit weiteren 4,5 km Straße der Richtungsfahrbahn Hamburg war Anlass, dass am 24.Oktober 2015 die Bürger und Bürgerinnen ein Fest auf der neuen 2. Brücke mit Blick auf die Stör und Itzehoe aus 20 m Höhe begehen konnten. Bei herrlichem Wetter begrüßte der Direktor des LBV.SH, Herr Torsten Conradt, die vielen Gäste und Bürger, bevor die symbolische Freigabe vom Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann und dem schleswig-holsteinischen Verkehrsminister Reinhardt Meyer vorgenommen wurde.

Das Bürgerfest war auch als ein Dankeschön des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV.SH) an die Bürger zu verstehen. Immerhin wird seit acht Jahren am Lückenschluss gearbeitet und die Bürger haben die Maßnahmen von Anfang an mit sehr hoher Akzeptanz begleitet, wozu die Informationen und Teilhabe am Baugeschehen beitrugen. Auch die Notwendigkeit der Maßnahme war gerade bei den Bürgern von Itzehoe unumstritten.

Minister Reinhardt Meyer wies auf eine weitere erfreuliche Nachricht hin, dass nämlich der dreistreifigen Ausbau der B 5 westlich der A 23 von der AS Itzehoe-Mitte bis Wilster auf fast  9 km im nächsten Jahr begonnen werden kann. Dieser höhen- und anbaufreie Ausbau bedeutet eine weitere Erleichterung der Infrastruktur im Itzehoer Bereich..