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12.05.2016

IHK-Befragung nimmt Verkehrsinfrastruktur unter die Lupe


(Detmold) - Lippische Unternehmen fordern mehr Investitionen. Auf diesen Nenner lässt sich das Ergebnis der Befragung der IHK Lippe zu Detmold bringen. Die bisherigen Investitionen des Staates in die Verkehrsinfrastruktur seien absolut unzureichend, so die IHK. Nahezu 88% der lippischen Unternehmen sind der Meinung, dass in den letzten 20 Jahren zu wenig investiert wurde. Befragt wurden 147 Unternehmen.

 

Die große Mehrheit der lippischen Unternehmen (88,6%) fordern trotz der erheblichen Nachholbedarfe bei der Erhaltung gezielte Ausbaumaßnahmen. Insbesondere müssen die Hauptverkehrsachsen gestärkt werden. Nach Auskunft der Befragten sollten in Lippe hauptsächlich die Bundesstraßen 66 und 239 leistungsfähig ausgebaut werden. Zentrale Maßnahmen seien auch die Ortsumgehungen um Lage und Lemgo.

 

Angesichts der großen Straßenmängel akzeptieren immer mehr Unternehmen eine Ausweitung der Maut: 44,2% der lippischen Betriebe sprechen sich für die Einführung einer Pkw-Maut aus. 31,2% plädieren sogar für eine Lkw-Maut für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen. Diese Form der Nutzerfinanzierung würden die Unternehmen aber nur in Kauf nehmen, wenn die zusätzlichen Mittel ausschließlich der Straßeninfrastruktur zugutekommen.