< Ein erster Abschnitt der OU Duderstadt im Zuge der B 247 freigegeben
31.08.2016

B 27 führt dreistreifig um Waake herum


16.500 Fz pro Tag fahren nun nicht mehr durch die Ortsdurchfahrt Waake, sondern auf einer 2,5 km langen und 18,3 Mio.€ teuren Ortsumgehung im Norden herum. Mit der feierlichen Freigabe am 18. August 2015 wurde nach üb1er fünf Jahren Bauzeit ein von den Waaker Bürgern sehnlich erwartetes Ziel erreicht.

Der Präsident der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Günther Henkenberens, begrüßte viele Vertreter aus Politik und Verwaltung, auch den Bürgermeister Nolte der benachbarten Stadt Duderstadt, die zusammen mit dem Eichsfeld von dieser OU auf dem Weg nach Göttingen profitiert. Sein besonderer Gruß galt den vielen Bürgern und er betonte, dass dies ein besonderer Tag für die Verbesserung der Lebensverhältnisse in Waake ist.

Das wollten nach verlorenem Kampf Mitglieder der Gegeninitiative „Keine Ortsumgehung Waake“ nicht wahrhaben, die mit einem Treckerkorso und Sirenen neben der OU und einem Transparent „Zu viel Beton für zwei Minuten“ im unrealistischen Gegensatz zur „Bürgerinitiative für die neue B 27“ stand, deren Sprecher Hartmann die Freude über die Fertigstellung stets betonte und nur bedauerte, dass durch Klagen ein früherer Baustart verhindert wurde.

So sah auch der Parlamentarische Staatssekretär im BMVI Enak Ferlemann diesen Tag als einen Tag der Freude an, da nun  endlich  der  Verkehr,  der  nie   nach Waake  wollte,  aus  Waake  heraus  kommt. Denn zu Spitzenzeiten staute der Verkehr oft kilometerweit und verursachte viele Auffahrunfälle .Insofern ist diese OU ein wichtiger Baustein auf der B 27, der wichtigen Verbindung zwischen Göttingen bzw. A 7 und dem Eichsfeld mit Duderstadt sowie dem Harz. Der Bund werde sich für weitere Verbesserungen der Infrastruktur in dieser Region einsetzen. Wegen des starken Verkehrs und der Topographie besitzt die OU einen 2+1 Querschnitt, der im Wechsel Überholmöglichkeiten erlaubt und so den Überholdruck abbaut.

Staatssekretärin Daniela Behrens vom niedersächsischen Verkehrsministerium stellte heraus, wie wichtig für den ländlichen Raum eine gute Infrastruktur und damit gute Mobilität ist. Sie dankte all denen, die jahrelang mit sensibler Planung und Überzeugungsarbeit gegen harte Widerstände für das Gelingen dieser OU gekämpft und dabei gezeigt hatten, dass zu Natur und Umwelt auch der Mensch gehört, dessen Lebensbedingungen nun erheblich verbessert sind.

Der Bürgermeister Johann-Karl Vietor der Gemeinde Waake bedankte sich für die Chancen, die die Gemeinde nun mit der Herausnahme des Verkehrs hat, wodurch sich neue Möglichkeiten im Rahmen der Dorferneuerung ergeben.

Nach Freigabe der Strecke waren im Ort sofort die deutliche Verkehrsentlastung und die neue Ruhe zu erkennen. Nur ein Nachteil wird wohl noch lange die Gemüter bewegen, dass nämlich die richtungsbetonten Anschlussstellen es erfordern, z.B. für die Fahrten aus Bösinghausen nach und von Göttingen, weiterhin die Ortsdurchfahrt zu benutzen..