< Pressemitteilung! Südabschnitt der B 96n
04.01.2016

Verkehrsfreigabe für den ersten Abschnitt der A14 in der Prignitz


In der Prignitz ist am 21.12.2015 der erste Brandenburger Abschnitt der neuen A14 für den Verkehr freigegeben worden. Die Strecke von 11,3 Kilometer führt von Karstädt nach Groß Warnow nahe der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Dort wurde einige Stunden zuvor am Mittag ebenfalls ein 17 Kilometer langer Abschnitt vom Autobahnkreuz Schwerin bis zur Anschlussstelle Grabow freigegeben.

 

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Katrin Lange, Verkehrsstaatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung in Brandenburg sowie Helene Banner, Leiterin der Abteilung Kommunikation der Berliner Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland übergaben gemeinsam diesen Neubauabschnitt dem Verkehr.

 

Für Staatssekretär Ferlemann stellt die Realisierung der A14 von Schwerin bis Magdeburg für den Nordosten einen wichtigen Lückenschluss für den bisher im Bundesvergleich stra?enverkehrlich größten, unterdurchschnittlich erschlossenen Raum dar. Daher habe für den Bund die Finanzierung dieses Fernstraßenneubaus oberste Priorität.

 

„ Der Bau der A14 kommt voran. Sie wird zu einer wichtigen Verbindungsachse zu den deutschen Seehäfen, den Wirtschaftszentren Mitteldeutschlands und zu den Transeuropäischen Verkehrsnetzen“ hob Staatssekretärin Lange hervor.

 

Die Europäische Union unterstütze aus diesen Gründen den Neubauabschnitt mit 48,6 Millionen Euro aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE), so Helene Banner.

 

Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg, mit 900 Mitgliedern größte Interessenvertretung der Bauwirtschaft in der Region, begrüßt die Fertigstellung dieses Abschnittes. Die Freigabe helfe Brandenburg an die Ostseeregionen und die Region Halle-Leipzig – Magdeburg besser anzubinden, sagte ihr Hauptgeschäftsführer  reinhold Dellmann.

 

Der Abschnitt zwischen Karstädt und Groß Warnow verläuft durch einen hochsensiblen Natur- und Landschaftsraum und stellte an die Planer bei der Berücksichtigung der naturschutzfachlichen und artenschutzrechtlichen Anforderungen vor immer neue Herausforderungen.

 

Für den Schutz der Anwohner vor Lärm  sind für die Ortslagen Garlin, Neu Pinnow und Groß Warnow drei bis zu vier Meter hohe und insgesamt zwei Kilometer lange Lärmschutzwälle errichtet worden. Zwei Brücken queren die Löcknitzniederung um die Natur zu schonen. Südlich Groß  Warnow entsteht eine Grünbrücke für die gefahrlose Querung der Wildtiere und drei Faunabrücken.

 

In Brandenburg befinden sich die zwei weitere Abschnitte noch im Planfeststellungsverfahren, der südlich anschließende Abschnitt Karstädt-Wittenberge und die Elbebrücke bei Wittenberge ein gemeinsames Planfeststellungsverfahren mit Sachen-Anhalt.

 

Die Kosten für alle drei Abschnitte in Brandenburg betragen ca. 280 Millionen Euro.