< Umbau des Autobahndreiecks Havelland (A 10/A 24) einschl. der Anschlussstelle Kremmen (A 24)
20.04.2016

A10 - Baubeginn für achtstreifigen Ausbau zwischen Dreieck Nuthetal und Potsdam


Ansprache des PSt Rainer Bomba

Ansprache der Ministerin Kathrin Schneider

Vollzug des Spatenstiches durch Ministerin Schneider und PSt Bomba v.l.: Brandenburger,GF DEGES, PSt Bomba, Ministerin Schneider, Wolfganf Blasig, Landrat, Baumbach GF DEGES

Begrüßung durch den Technischen Geschäftsführer der DEGES Dirk Brandenburger

über 100 Gäste hörten aufmerksam den Ansprachen zu

Erleichterung und Zufriedenheit nach dem Spatenstich, Gespräch mit Dirk Brandenburger -Technischer Geschäftsführer und Bodo Baumbach-kaufmännisch-juristischer Geschäftsführer der DEGES

Verkehrsministerin Kathrin Schneider und Staatssekretär Rainer Bomba, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur haben am 5. April mit einem symbolischen Spatenstich die Bauarbeiten für die Erweiterung der Autobahn A10  von sechs auf acht Spuren zwischen dem Autobahndreieck Nuthetal und Potsdam gestartet.

 

Rund 150 Millionen Euro kostet der Ausbau des letzten Teilabschnittes des länderübergreifenden Verkehrsprojektes Deutsche Einheit (VDE Nr. 11) in Brandenburg. Der Berliner Südring ist Bestandteil des Transeuropäischen Verkehrsnetzes. Dieser nun in Bau gehende Abschnitt übernimmt eine wichtige Verbindungsfunktion als Schnittstelle zwischen den Autobahnen A 2 und A 9 sowie der A 115 in Richtung Berlin.

 

Für Verkehrsministerin Kathrin Scheider war es ein wichtiger Tag für die Hauptstadtregion: „Erhebliches Wirtschaftswachstum benötigt Mobilität und Investitionen in die Infrastruktur. Der rund 9 Kilometer lange Ausbau gehört zu dem stärkst befahrenen Autobahnabschnitt in Brandenburg. Hinzu kommt mit die Erweiterung der Rastanlage Michendorf-Süd von derzeit 50 Stellplätzen auf 180 PKW- und 160 LKW-Stellplätze sowie umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen für die Anwohner im Bereich Michendorf und Ferch“.

 

Sie bedaure, dass das Konzept der „Arbeitsgemeinschaft Lärmschutz-Jetzt“ für solare Lärmschutzwände im Bereich Michendorf trotz zweier Ausschreibungen nicht zur Vergabe gekommen sei. Dafür würden auf 5.440 m bis zu 8 Meter hohe Lärmschutzwände errichtet, im Bereich Michendorf Offenporiger Asphalt (OPA) mit einer Lärmpegelminderung von 5 dB(A) und im Bereich Ferch der Einbau von lärmarmen Gussasphalt -2 dB(A) eingebaut. Allein für den Lärmschutz investiert der Bund 10 Millionen Euro.

 

Für Staatssekretär Rainer Bomba sei es höchste Zeit für den Ausbau dieses letzten Teilabschnittes, denn die Verkehrsprognosen sagen für 2030 eine Zunahme des Personenverkehrs von über 25% und für den Güterverkehr von plus 40% voraus.

„Die A 10 ist heute bereits mit 100.000 Kfz/Tag belastet und in 2030 mit 130.000 Kfz/Tag. Die Finanzierung des Projektes mit 150 Millionen Euro stelle keinen Engpass dar. Der Bund hat im Verkehrshaushalt seine Mittel erheblich um ca. 40% aufgestockt und verfestigt. Im Bundesverkehrswegeplan sind für die Jahre 2015 bis 2030 allein 264 Milliarden Euro veranschlagt, wodurch für alle Beteiligten die notwendige Planungssicherheit gewonnen werde.

Die Erweiterung der Tank- und Rastanlage Michendorf - Süd dürfte eine der modernsten Anlagen in Europa werden, dabei werde auch der Elektromobilität Rechnung getragen“, so Rainer Bomba.

 

Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung wird der Autobahnabschnitt unter laufendem Verkehr erweitert. Während der gesamten Bauzeit bis 2020 werden drei Fahrstreifen je Fahrtrichtung zur Verfügung stehen. Zunächst wird die südliche Fahrbahn verbreitert, um den gesamten Verkehr aufzunehmen, damit die nördliche Fahrbahn durchgängig neu ausgebaut werden kann, einschließlich des mehrgleisigen Eisenbahnkreuzungsbauwerkes Michendorf, der 3 Autobahnbauwerke im Zuge der A10 (zunächst halbseitig).

Das Überführungsbauwerk Bahn bei Ferch wurde im neuen Querschnitt bereits vorgezogen realisiert, um nun den zu verlegenden Eisenbahnverkehr aufzunehmen.

 

Die Anschlussstelle Michendorf und die stark frequentierte Tank- und Rastanlage Michendorf-Süd bleiben während der Bauzeit in Betrieb. Die Anschlussstelle Ferch wird in einzelnen Bauphasen vorübergehend halbseitig gesperrt.