< Nüdlingen leidet unter hohem Verkehrsaufkommen der B 287.
02.09.2015 13:08 Alter: 3 yrs

Ortsumgehung Oberau ( B 2 ) auf der Zielgeraden.

Für die Gemeinde Oberau im Loisachtal wurde der symbolische Spatenstich für den Baubeginn der Ortsumfahrung zu einem besonderen Festtag. Bürgermeister Peter Imminger sprach in seinen Grußworten sogar


Für die Gemeinde Oberau im Loisachtal  wurde der symbolische Spatenstich für den Baubeginn der Ortsumfahrung zu einem besonderen Festtag. Bürgermeister Peter Imminger sprach in seinen Grußworten sogar vom Beginn einer "neuen Zeitrechnung" für die verkehrsgeplagte Gemeinde, die Spitzenbelastungen von 45.000 Kfz / Tag erdulden muss. Seit Jahrzehnten bemühte man sich um Abhilfe, den Verkehr auf der hoch belasteten B 2 aus dem Ort zu bringen. Unterschiedliche Planungsvarianten, die vor allem auch hochwertige FFH- und Vogelschutzgebiete sowie Wasserschutzgebiete zu berücksichtigen hatten , verlängerten die Planungszeiten, sehr zum Unmut der Betroffenen, zusätzlich.

Schließlich gründeten engagierte Bürgerinnen und Bürger 2001 die Bürgerinitiative VEO ( VerkehrsEntlastungOberau ), um, zusammen mit der Gemeinde, das Vorhaben durchzusetzen. Die GSV e.V., die von Beginn an VEO unterstützend zur Seite stand, konnte dabei wertvolle Hinweise für zielführende Aktionen geben.

Die Sprecher von VEO, Josef Bobinger und Christian Allinger, wurden daher an diesem 01.September 2015 von allen Rednern, voran Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und Staatssekretär Gerhard Eck besonders gelobt.

Diese Initiative hat, so die einhellige Meinung, maßgeblich dazu beigetragen, dass nahezu die komplette Bürgerschaft von Oberau hinter diesem Projekt stand und sich bei zahllosen Aktionen, wie Demonstrationen, Bürgerbriefen, Plakatierungen und wiederkehrenden Mahnungen an die Verkehrspolitiker  aktiv einbrachte. VEO wurde als besonderes Beispiel eines über viele Jahre  aktiven Bürgerengagements gewürdigt und der Stolz auf seine Mitbürger war vor allem Bürgermeister Imminger anzumerken.

Nun demonstrierten  Hunderte Oberauer und  viele Gäste mit ihrer Anwesenheit, wie wichtig die rund 4 km lange Umfahrung mit ihrem Herzstück, einem ca. 3 km langen Tunnel, für die Verkehrssicherheit, aber auch die innerörtliche Lebensqualität und Ortsentwicklung ist. Tatsächlich müssen die betroffenen Bürger, vor allem die Anlieger an der Hauptstraße, noch bis 2021 die hohe Verkehrsbelastung ertragen, die die B 2 als "Pulsader" des Landkreises ( so Landrat Anton Speer ) mit sich bringt.

Die zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürger, die, für einen Spatenstich eher ungewöhnlich, diesen Tag an der Baustelle feierten, dankten vor allem Minister Alexander Dobrindt für die Bereitstellung der Mittel für den über 200 Mio € teueren Bau. Als zuständiger Wahlkreisabgeordneter sehe er sich, so Dobrindt, natürlich besonders verpflichtet, den Bürgern zu helfen und dieses Versprechen erweiterte er auch auf die Fortführung der OU Garmisch-Partenkirchen ( Kramer-Tunnel ), wo,  nach Herstellung des Baurechts unverzüglich weitergebaut werden solle.