< Sicherheit in Unteraich - Verkehr raus sofort !
14.08.2017 17:07 Alter: 2 yrs

Ein Spatenstich voller Emotionen.

Mit 1.5 km Länge und ca. 5 Mio € Kosten zählt die Umfahrung Wegfurt im Zuge der B 279 zu den eher kleinen Projekten in der Kategorie Ortsumgehungen von Bundesfernstraßen. Doch für die 600 Menschen, die in dem Ortsteil von Bischofsheim a.d.Rhön leben, zeichnet sich mit diesem Spatenstich das Ende einer langen verkehrlichen Belastung ab. " Die lange Leidenszeit hat nun bald ein Ende. Wir fiebern dem Baubeginn entgegen" schreibt daher der Sprecher der BI "UmWeg" ( Umgehungstraße Wegfurt ), Andreas Griebel, in seiner Einladung und seinem Dank für die Unterstützung durch die GSV.


Mit 1.5 km Länge und ca. 5 Mio € Kosten zählt die Umfahrung Wegfurt im Zuge der B 279  zu den eher kleinen Projekten in der Kategorie Ortsumgehungen von Bundesfernstraßen. Doch für die 600 Menschen, die in dem Ortsteil von Bischofsheim a.d.Rhön leben, zeichnet sich mit diesem Spatenstich das Ende einer langen verkehrlichen Belastung ab. " Die lange Leidenszeit hat nun bald ein Ende. Wir fiebern dem Baubeginn entgegen" schreibt daher der Sprecher der BI "UmWeg" ( Umgehungstraße Wegfurt ), Andreas Griebel, in seiner Einladung und seinem Dank für die Unterstützung durch die GSV.

Bis 2003 war die Umfahrung Wegfurt im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplan (BVWPl) enthalten. Danach war alles anders. Die Wegfurter fanden ihre Umgehung im neuen BVWPl in der Kategorie "Weiterer Bedarf mit festgestelltem hohen ökologische Risiko " wieder. Damit war an eine zeitnahe Verkehrsentlastung, vor allem von den bis zu 1200 LKW täglich, nicht zu denken. Die positive Erfahrung  der BI zur Durchsetzung der Umgehung Oberweißenbrunn - einem Stadtteil von Bischofsheim an der B 279 - führte folgerichtig 2008 in Wegfurt zur Gründung einer BI, die von der GSV seitdem immer wieder unterstützt wurde. Ziel war die Wiederaufnahme in den Vordringlichen Bedarf und damit eine zeitnahe Realisierung der dringend gebotenen Umfahrung. Die zahllosen Aktionen ( u.a. der 2009 eingeführte Fackelsonntag ) , die vielfältig aufgenommenen Kontakte mit den Verkehrspolitikern des Bundes und Bayerns sowie die örtliche Unterstützung durch die Bürgerschaft,  Bürgermeister Udo Baumann und selbst den Bund Naturschutz waren letztlich mehrfach vom Erfolg gekrönt.. Zunächst wurde das ökologische Risiko mit dem Ergebnis untersucht, dass eine Nordumgehung möglich ist und als Folge davon wurde ein Auftrag zur Weiterplanung erteilt, obwohl das Projekt unverändert im Weiteren Bedarf enthalten war.

Das Ergebnis war nun Gegenstand der Veranstaltung Ende Juli. Nach einem ungewöhnlich kurzem Planfeststellungsverfahren gab das BMVI im April 2017 die notwendigen Mittel frei.  Die Freude darüber und damit die Feierlaune der Wegfurter waren unverkennbar. Nicht nur die Spatenstechenden und singenden Kinder des örtlichen Kindergartens ( "So einen Spatenstichbeginn habe ich bundesweit noch nicht erlebt" , anerkannte Dorothee Bär die Begeisterung ) trugen dazu bei, sondern auch die sehr persönlich gehaltenen Ansprachen der parlamentarischen Staatssekretärin, in deren Wahlkreis Wegfurt liegt, von Staatsekretär Gerhard Eck und Landrat Thomas Habermann. Alle Redner lobten das weit überdurchschnittliche und immer der Sache dienende Engagement der BI "UmWeg", ohne deren Wirkung man heute nicht feiern könnte. Besonders die beiden Sprecher Andreas Griebel und Klaus Kleinhenz wurden gelobt. "Diese Umgehung ist ein Segen für Wegfurt" - in dieser Einschätzung von Dorothee Bär waren sich die zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürger einig. Dieser Spatenstich ist auch ein Symbol für das jahrelang überragende Bürgerengagement. Und als die Böllerschützen die Veranstaltung mit einem Salut beendeten, hatten die Anwesenden schon die Fertigstellung in gut 2 Jahren im Auge.

Dann wird der Ort wieder leuchten mit einem Freudenfeuer für die neue Lebensqualität und Verkehrssicherheit im Rhöndorf Wegfurt. Hierüber freut sich die GSV und dankt der BI für die gute Zusammenarbeit.

Und Besuch hatten die Wegfurter auch aus Saal a.d.Saale. Die Bürgerinitiative BIOS war mit einer starken Abordnung erschienen um den Wegfurtern zu gratulieren und gleichzeitig den anwesenden Verkehrspolitikern deutlich zu machen, wie dringend erforderlich auch die Umfahrung von Saal ( B 279 ) ist. Zumindest das Versprechen der Staatssekretäre, sich darum zu kümmern, ließ die Abordnung zufrieden die Rückfahrt antreten. Und die GSV wird auch diese BI weiter unterstützen.