15.07.2015

Großbanneraktion in Bad Waldsee


Bild 1: Gemeinsam für die Zukunft in Geisbeuren

Bild 2: Banner im Ortsteil Enzisreute

Bild 3: Aktive Unterstützung durch die GSV

Mit einer Großbanneraktion hat die "Initiative B 30" gemeinsam mit Junger Union Bad Waldsee, Junge Liberale Ravensburg/Bodensee, Kreis-FDP, SPD und Achim Strobel, Ortsvorsteher von Reute-Gaisbeuren, auf den unhaltbaren Zustand in Gaisbeuren und Enzisreute reagiert. Autofahrer sollen auf ihrer Fahrt nach Ulm über die Verkehrsbelastung informiert werden.

Unter dem Motto "Gemeinsam für die Zukunft" konnte Franz Fischer am 1. Juli 2015 fast 20 Helfer aller politischen Parteien, betroffene Anwohner und den Ortsvorsteher Achim Strobel nach fünfmonatiger Planungs- und Vorbereitungszeit zum Aufbau der mehrfarbigen Großbanner mobilisieren. Ziel der Aktion ist es, einerseits auf die überproportionale Verkehrsbelastung auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Hauptverkehrsachsen in Baden-Württemberg von im werktäglichen Durchschnitt von 22.700 Fahrzeugen hinzuweisen und andererseits die noch nicht ausgebauten Streckenabschnitte der B 30 bei Gaisbeuren und Enzisreute in den Vordringlichen Bedarf Plus/Vordringlichen Bedarf mit Planungsauftrag im Bundesverkehrswegeplan 2015 einzubringen.

"Nur mit einem Planungsrecht erreichen wir für alle Verkehrsteilnehmer und für die betroffenen Anlieger eine zukünftige und nachhaltige Lösung", betonte Franz Fischer in seiner Begrüßungsrede an die versammelten Helfer. Fischer berief sich dabei auf ein Gutachten der grün-roten Landesregierung, nach dem eine ausreichende und nachhaltige Lösung nur noch über den Bundesverkehrswegeplan möglich ist. Die Gutachter stellen fest, dass selbst Zwischenlösungen das massive Verkehrsaufkommen nicht mehr bewältigen können - die Anwohnerbetroffenheit ist dabei noch nicht berücksichtigt.

Ebenfalls anwesend und aktiv beim Aufstellen der Großbanner waren der örtliche SPD-Landtagskandidat Christian Röhl sowie die Zweitkandidatin Annette Uhlenbrock. Ihnen geht es wie den Kollegen der anderen Fraktionen neben der Verkehrsbelastung um die Menschen entlang der Bundesstraße und vor allem um deren Sicherheit und aktiven Umweltschutz. 1.000 km Stau gab es 2014 bei Gaisbeuren mit mehr als 330 Staustunden. Im Prinzip muss die Mehrzahl der täglich rund 22.700 Verkehrsteilnehmer - davon rund 2.000 Lkw - mehrfach anhalten und anfahren. Dieser enormen Umweltbelastung kann effektiv entgegnet werden, wenn der Verkehr wieder fließt.

Die GSV e.V. hat in ihrer Eigenschaft als gemeinnütziger Verein das Vorhaben der "Initiative B 30" durch die Mitfinanzierung der Haltevorrichtungen für die Großbanner unterstützt. Der Landesbeauftragte Peter Fuss konnte sich direkt vor Ort einen Eindruck vom großen Engagement und der Motivation der Initiatoren und der Helfer sowie von der öffentlichkeitswirksamen Optik der im Design sehr gelungenen und informativen Großbanner machen. Die Banner werden die Auto- und Lkwfahrer bis zum Juli 2016 begleiten. Solange werden sie entlang der B 30 ihre mahnende Wirkung entfalten.

Text: Peter Fuss

Fotos: Peter Fuss